Zähne malen…

Diese Zähne wurden mit genau einem Malfarbenbrand bemalt. Man spricht hier auch von Micro-Layering mit flüssiger Malfarbenkeramik auf Zirkoniumdioxid (oder LS2). Werden zu viele Brände geführt läuft die Malfarbe nach unten (Gravitationskraft).
Die Gingiva habe ich in Keramik geschichtet weil mich die Malfarben  im Hue nicht überzeugen und nicht natürlich wirken. Das Problem hier liegt beim Cadmiumsulfoselenid. Cadmium ist giftig und lediglich als Künstlerfarben oder zum Restaurieren von Gemälden erlaubt.


Das Zirkon weist 1200 MPa auf und gehört somit zur harten Sorte. Hier ist es besonders schwierig eine lebendige Transparenz der Zähne zu imitieren. Im Alltag würde diese Arbeit, speziell wegen des etwas opaken Untergrundes, geschichtet lebendiger  aussehen.
Das Zirkon habe ich nach dem CAM-Prozess mit Handstück und Skalpell vor dem Sintern sorgfältig ausgearbeitet und mit dem Coloring-Liquid in A1 gefärbt.